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Allgemeines zum Elektrogrill

(zu Überarbeiten) Während die herkömmliche Art des Grillens seit vielen Jahrtausenden bekannt ist, hängt die Entwicklung des Elektrogrills eng mit dem Aufkommen der Elektrizität zusammen. Ab den 1920er Jahren ließen sich zunehmend – meist in den hochrangigen Restaurants der Metropolen – kleine und mit Strom betriebene Geräte an den Tischen finden, in denen der Gast etwa sein Steak garen oder dieses warmhalten konnte. Ab den 1960er Jahren setzte sich sodann der Elektrogrill für den Hausgebrauch durch. Meist handelte es sich dabei um Exemplare, die über eine von oben herabstrahlende Wärmequelle in Form einer Heizspirale verfügten. Allerdings galten sie als wenig effektiv und zudem relativ unsicher, weswegen es in den vergangenen Jahren immer wieder neue Modelle gab, die sich in ihrer Ausformung, ihrer Qualität und ihrem Preis aber erheblich unterscheiden können.

Eine Frage des Preises

Elektrogrills werden gegenwärtig in diversen Gütestufen angeboten. Es mag daher kein Problem darstellen, ein Gerät im Kostenbereich von 20 bis 50 Euro zu finden. Dieses wird über Wochen und vielleicht sogar Monate hinweg seinen Dienst erledigen und keine auffallenden Schwächen offenbaren. Dennoch liegen empfehlenswerte Grillgeräte in einem preislichen Rahmen von 200 Euro aufwärts, die nach oben hin fast keine Grenze kennen. Sie sind mit unterschiedlichen Regelungsstufen versehen, können jedes Lebensmittel optimal temperieren, dabei ein Raucharoma erzeugen und jederzeit die Standards der Sicherheit gewährleisten. Insbesondere mit Blick auf eine mehrfache Verwendung über viele Jahre hinweg lohnt es sich also, die höheren Kosten nicht zu scheuen und sich ganz bewusst für das hochwertige Exemplar zu entscheiden.

Die Wärme macht den Unterschied

Bereits in einem grundlegenden Punkt weichen die preiswerten und die teuren Modelle voneinander ab: Während die Erstgenannten meist nur auf 100 bis 120 Grad Celsius temperieren, erreichen die besseren Geräte eine Hitzeentwicklung von 200 bis 250 Grad Celsius. Die Grundregel für zu grillende Lebensmittel besagt, dass genau dieser Bereich optimal ist, um einen aromatischen Geschmack zu erzeugen, gleichzeitig aber keinerlei Vitamine und sonstige Bestandteile des zu garenden Gutes zu zerstören. Elektrogrills im unteren Preissegment können diesen Spagat häufig nicht bewältigen. Bei ihnen wird das Steak nicht kross, die Bratwurst nicht braun und der Fisch zerfällt innerhalb weniger Minuten. Werden die Lebensmittel länger als gewünscht der Wärme ausgesetzt, nehmen sie zwar Farbe und Charakter an – verlieren aber an Saftigkeit und wertvollen Inhaltsstoffen.

Flexibilität ist gewünscht

Die zumeist aus Metallen und Gusseisen gefertigten Elektrogrills sollten allerdings nicht stur lediglich eine bestimmte Wärmestufe erreichen. Wichtig ist es, sie je nach zu verarbeitendem Lebensmittel individuell temperieren zu können. Moderne Exemplare sind daher mit der Möglichkeit der Regulierung versehen. Meist kann hier ein Spektrum von 50 Grad Celsius bis zu etwa 250 Grad Celsius erreicht werden. Die starke Hitze wird zum Grillen des Steaks genutzt – die geringe Temperatur kommt beim Warmhalten desselben oder beim schonenden Garen von Gemüse und Fisch zum Einsatz. Leider besitzen kostengünstige Elektrogrills eine solche Option im Regelfall nicht, wodurch es selten gelingt, jedes zu grillende Gut auf den Punkt hin zu erhitzen. Wer die Vielfalt auf dem Teller mag, sollte daher stets auf eine vorhandene Einstellungsmöglichkeit der Wärme achten.

Ohne Wasser geht es nicht

Aber nicht nur die preiswerten und die teuren Elektrogrills unterscheiden sich. Auch der Elektrogrill weicht in vielen Eigenschaften von einem herkömmlichen Grill ab. So wird er innerhalb von fünf bis zehn Minuten auf die gewünschte Temperatur gebracht, kann mit einem sogenannten Infusor das gewünschte Raucharoma erzeugen und ist so konzipiert, dass nur geringe Verschmutzungen anfallen. Das ist etwa dann der Fall, wenn sich im Inneren des Elektrogrills ein bis zwei Wasserschalen befinden. Werden sie gefüllt, wird das abtropfende Fett und der Bratensaft in ihnen aufgefangen, statt sich über das Metall zu ergießen, von wo sie im gehärteten Zustand lediglich unter Mühen zu entfernen wären. Das moderne Elektrogrillen funktioniert daher fast nur unter Zuhilfenahme des Wassers – auch, wenn das zunächst etwas missverständlich wirkt.

Für die gesunde Zubereitung

Durch den Einsatz des Wassers, das während der Hitzephasen verdunstet, ergibt sich aber eine weitere Besonderheit: Während im herkömmlichen Grill meist eine trockene Wärme aufsteigt, ist diese beim Elektrogrill mit einer leicht feuchten Note versehen. Dadurch bleiben viele Lebensmittel auch ohne den zusätzlichen Einsatz von Öl und Butter oder das Begießen mit Flüssigkeiten relativ saftig. Dieser Vorteil wiederum wirkt sich auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus: Je weniger Kalorien verzehrt werden, desto mehr Vitalität wird der Anwender verspüren. Zudem verdampfen beim Elektrogrill keine abtropfenden Fette, wobei sich in dem entstehenden Rauch immer auch krebserregende Stoffe nachweisen lassen. Das Garen auf dem Elektrogrill ist daher lecker und gesund – und steht der Zubereitung auf einem herkömmlichen Grill mittlerweile in nichts mehr nach.

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